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Die Datasette

Produkt des Monats Juli 2000

von Michael Harenberg

Ja, so war sie! Geliebt und gehaßt! (im Bild übrigens die 'Luxusausführung'. Ein handelsüblicher Mono-Cassettenrecorder mit Laufwerkssteuerung tats auch) Dabei so einfach wie genial. Wie bei einem Modem werden Daten (0 und 1 ...) in akustische Signale (An und Aus ...) umgewandelt und diese auf gewöhnliche Audiocasetten aufgezeichnet.

Nicht nur, daß sich die gesuchten Informationen IMMER ganz am Ende der Cassette befanden, in der Regel war das Ergebnis des zeitraubenden Ladevorgangs (der zumindest theoretisch durch ein ausgeklügeltes System von 'begin'- und 'end'-Tags auf der Cassette durch vollautomatisch gesteuertes spulen, stoppen und lesen unterstützt wurde - soweit diese gefunden und erkannt wurden...), mehr oder weniger fehlerhaft. Durch die relativ schlechte Bandqualität der zweckentfremdeten Audiocassetten konnten nach dem Ladevorgang schon mal ein paar Bytes fehlen oder, was noch netter war, durcheinander geraten. Man konnte also regelmäßig davon ausgehen, daß man seine Daten nach dem laden erst mal rekonstruieren durfte (was durch die so kurze wie prägnante Meldung 'ERROR' vorsichtig avisiert wurde).

War man so schlau, vorher alles ausgedruckt zu haben (und den entsprechenden Zettel auch wieder zu finden!), brauchte man die Daten nur noch zeilenweise durchgehen und nach Fehlern, Drehern oder fehlenden Abschnitten zu durchforsten. Die nicht unwichtige Erleichterung bestand also im wesentlichen darin, daß man nicht jedesmal ALLES neu abtippen mußte... und das rechtfertigt die Datasette als Produkt des Monats doch allemal!

 

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pdm/pdm-0007 - Illustration
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